Agile Programmierung

Ich habe mich immer gefragt, wie agile Programmierung funktioniert / funktionieren soll. Nach langer Recherche habe ich nun eine hochwissenschaftliche Erklärung gefunden. Damit erklären sich auch viele Eigentümlichkeiten solcher Programme (ich denke da vor allem an die wöchentlichen Macken bestimmter Social Media).

Agile-Programming for Run-Aways (für Fortgeschrittene oder besser: zum Davonlaufen):

>>> The Muffin-Code <<<

 

Low-hanging fruit – der Tüpflischiisser

Im Englischen gibt es ein Idiom, das als “A lowhanging fruit is a commonly used metaphor for doing the simplest or easiest work first or for a quick fix that produces ripe, delectable results” definiert wird. Auffällig ist, dass hier das Singular und nicht der Plural verwendet wird – ist so im Englischen, im Gegensatz zum Deutschen. Es gibt einige Wörter, die es nur im Singular gibt.

Von deutschen Rednern oder sogar in Veröffentlichungen hört man dagegen oft von “Low-hanging fruits” (Plural). Das ist ein amerikanischer Slang-Ausdruck, der die Testikel zwischen den Beinen der Männer bezeichnet und absolut nicht gesellschaftsfähig ist. Das Gleiche gilt für “hair”, auch nur singular “She has blond hair”. Auch hier befindet sich der Slang-Plural “hairs” (richtig “pubic hair”), bei Mann und Frau, unterhalb der Gürtellinie, wenn heutzutage überhaupt 😉 .

Sollte Euch bei einem Vortrag vor nativ-angloamerikanischem Publikum verstohlenes bis schallendes Gelächter entgegenströmen, so wisst Ihr warum… dieser Fehler ist so verbreitet, dass er im Internet auch regelmässig falsch erklärt wird, eben im falschen Plural – böser Stolperstein.

Der Tüpflischiisser

 

 

Liebe MitgliederINNEN

Befremdet Sie diese Anrede? Kein Wunder! Sie ist grammatikalisch vollkommen falsch, neue deutsche Rechtschreibung und Gleichstellung hin oder her. Vermehrt liest man die Anrede “liebe Mitglieder und Mitgliederinnen” in Anschreiben von Vereinen. Mitglied ist grammatikalisch ein Neutrum “DAS Mitglied”, Plural “DIE Mitglieder”. Ein Neutrum kann man nicht verweiblichen und ist auch gar nicht nötig.
Keine wirklich emanzipierte Frau hat es nötig, sich mit solchen gekünstelten Schreibfehlern zu identifizieren. Gleichstellung ist nötig (in den Köpfen, bei den Salären, beim Zugang zu Management-Positionen). Diese erreichen wir aber nicht, indem wir sprachliche Fehlleistungen produzieren und uns damit kognitiv disqualifizieren.
Diskriminierung heisst Unterscheidung, d.h. wenn wir bewusst die Unterschiede der Geschlechter durch separate Ansprache hervorheben, diskriminieren wir. Achten wir doch lieber darauf, dass wir “Diversity” leben und nicht unsere Sprache durch falsche Diversifizierung verunstalten.

Disco-Fox ist KEIN Standard-Tanz!

330px-ballroom_dance_exhibitionOft liest  oder hört man bei Tanzveranstaltungen, es werde “Standard” getanzt. Gemeint wird dagegen, dass vor allem “Disco-Fox” bzw. “Disco-Swing” getanzt werde. Diese gehören aber nicht zu den Standardtänzen.

Diese umfassen nur den Langsamen Walzer, den Tango, den Wiener Walzer, den Foxtrott, den Slowfox und den Quickstep (s. Wikipedia). Warum? Dem Disco-Fox fehlt die für Standardtänze typische Tanzhaltung und Körperspannung, es ist ein sehr formloser Modetanz. Ebenso wenig gehören die (!) Salsa, der Merengue und der Bachata zu den klassischen lateinamerikanischen Tänzen; sie sind auch Modetänze (s. Wikipedia).

tanzturnier_51Bei typischen Paartanz-Veranstaltungen (“(Schlager) Party Tanznacht”, Bsp.) wird zum grossen Teil (über 80%) Disco-Fox getanzt, ergänzt durch einige Jives (zunehmend). Dieser gehört aber ebenfalls nicht zu den Standardtänzen, sondern (man staune!) zu den lateinamerikanischen Tänzen. Diese umfassen die (!) Samba, den Cha-Cha-Cha, die (!) Rumba, den Paso Doble und den Jive (s. Wikipedia). Massgebend für die Zuteilung des Jive zu den lateinamerikanischen Tänzen ist, dass hier die aufeinander abgestimmte Bewegung der einzelnen Tänzer im Vordergrund steht. Bei den Standardtänzen vermittelt in erster Linie die Bewegung des Paares im Raum die tänzerische Botschaft (s. Wikipedia).

new_lineStandard- und Latein-Tänze trifft man am ehesten dort an, wo Live-Musik gespielt wird. Das Publikum ist etwas älter als bei Disco-Fox-Veranstaltungen. In der Zentralschweiz kenne ich drei Tanzlokale mit Live-Musik: die Blue-Bar in Gisikon, den Pilatuskeller in Hergiswil und das Chill-out in Boswil, dort aber nur einmal im Monat. Inzwischen hört man bei den Party Tanznächten gelegentlich einen Cha-Cha-Cha und es gibt Leute, die diesen auch tanzen (können)! Es kommt schön langsam Vielfalt und Bewegung (auch im übertragenen Sinn) auf die Tanzböden.

tanzen-discofox-figuren-best-of-radio-chartsWarum diese “Belehrung”?

  • Weil es mir, als Standard- und Lateintänzer, in der Seele weh tut, wenn ein beliebter Modetanz mit den klassischen Gesellschaftstänzen (“Ballroom”) gleich gesetzt wird.
  • Weil der Disco-Fox nun mal “weder Fisch noch Vogel ist”.
  • Weil es keinen Grund gibt, etwas nicht richtig zu bezeichnen.
  • Weil Fehler nicht besser werden, wenn man sie ständig wiederholt.

 

Bildquellen: wikipedia.de, bluebar.chtanzen-musik.de (vielen Dank!)

 

Europas Eidgenossen

Ein Buch über und gegen die Identitätskrise der Schweiz.

Über Jahre hat sich der Autor mit der Geschichte befasst, die Europäische Union studiert und die Erkenntnisse nun zu einem Buch zusammengefasst, das eine neue Generation von Eidgenossen dazu anregt, in der Staatsidee Schweiz den Konsens zu finden.

Die geschichtlichen Ursprünge und Zusammenhänge der Staatsidee Schweiz werden klar und kompakt dargelegt. Der Autor zögert nicht aufzuzeigen, wo die Staatsidee Schweiz verraten wurde. Auch Chancen und Visionen kommen nicht zu kurz. Der Leser entdeckt die Eidgenössische Gesinnung als Rezept für die Zukunft.

Ein Argumentarium für die kommenden Diskussionen.

Sie sind eingeladen sich aktiv an der Diskussion und der Konsensbildung zu beteiligen. Auch Anregungen, Kritik und Gedanken zu den verschiedenen Themenkreisen des Buches und darüber hinaus, sind willkommen!

Online-Reader zumbrunn.com/Europas+Eidgenossen
PDF: www.europa-magazin.ch/.3bb671e8/cmd.14/audience.I