Anleitung für Jitsi-Meetings oder -Cafés

Angesichts der Situation mit Ausgangs- und Event-Beschränkungen (keine grösseren physischen Treffen mehr), zwängt sich der Bedarf nach virtuellen Räumen auf. Eine gute Lösung dafür ist Jitsi Meet, eine sog. Open Source Software, die z.B. auf jitsi.org (US), meet.infomaniak.com (CH) oder open.meet.switch.ch (CH) installiert ist. Diese ist recht einfach und kann ohne Aufwand aufgerufen werden. Hier eine Anleitung für Newbies.

0. Check Deine Ein- und Ausgabegeräte

Bitte checkt vor dem Start, dass Euer Mikrophon, Eure Lautsprecher (besser: Kopfhörer) und die WebCam funktionieren, sonst sucht Ihr ggfs. den Fehler an der falschen Stelle!

undefined

undefined

  1. Im Browser eines PCs oder Macs
  • Jitsi Meet funktioniert am besten mit dem Chrome Browser (dort muss man aber das Plug-in nicht installieren, einfach wegklicken.
  • Wir haben auch FireFox, Opera und den neue Edge (chromium-basiert) postitiv getestet.
  • Es funktioniert nicht mit dem Internet Explorer, der wurde ja durch den neuen Edge-Browser ersetzt (Edge unbedingt aktualisieren).
  • Safari funktioniert, aber je nach Version geht das Video nicht. Dann besser auch auf Macs den Chrome-Browser herunterladen und installieren.
  • Die Euch zugesandte URL (“Internet-Adresse”) anklicken, das könnte meet.jit.si/XXXXX, open.meet.switch.ch/xxxxx oder eine Kurz-URL anderer Dienste z.B. cutt.ly/xxxxxx sein.
  • Mit dieser URL kommt zuerst eine Abfrage, ob Ihr Mikrophon und Kamera freigeben wollt. Bitte mit JA bestätigen, sonst hört und sieht man Euch nicht. Das Ein- und Ausschalten von Mikrophon und Cam wird in der Session bedient.
  • Dann seid Ihr im virtuellen Raum.
  1. Über eine Mobile App
  • Wenn man den Link auf einem Mobile klickt, kommt die Aufforderung, die App zu installieren. Sie heisst Jitsi Meet.
  • Sobald diese installiert ist und startet, die Freigaben für Mikrophon und Kamera mit JA bestätigen
  • Durch den zugesandten Link kommt man automatisch in den richtigen Raum der App, sonst nach der Installation nochmal den Einladungs-Link klicken.
  1. Erklärung der Oberfläche für PC, Mac und Apps
  • Wenn Ihr beim Starten nach dem Namen gefragt werdet, bitte eingeben, sonst weiss man nicht, wer da kommt.
  • Hat man das verpasst, klickt man am PC & Mac rechts oben auf das eigene Bild (oder Icon) und gibt dort seinen Namen ein.
  • In den Apps klickt Ihr auf die Sprechblase für den Chat, dort wird Euer Name abgefragt, damit man weiss, wer da ist.
  • Im Fenster seht Ihr oben links das Logo von Jitsi.org, in der Mitte den Namen des Raumes (solange Ihr die Maus bewegt) und rechts Euer eigenes Bild der Kamera. Wenn Ihr dort nur ein Avatar seht, ist Eure Kamera (noch) nicht aktiv.
  • Wenn es bereits andere Teilnehmer im Raum hat, seht Ihr diese rechts aussen, oder bei den Apps unten, aufgelistet. In der Mitte kommt immer das Video dessen, der oder die gerade spricht (automatisch).
  • Falls Ihr etwas umstöpselt (z.B. Kopfhörer) und etwas nicht funktioniert, empfiehlt es sich, dass Browserfenster neu zu laden (Refresh), dann erkennt Jitsi Meet neue Geräte. Das Neuladen ist generell eine gute Idee, wenn mal etwas nicht funktioniert.
  1. Bedienelemente von Jitsi Meet

Wenn Ihr die Maus bewegt oder mit dem Finger dorthin tippt, erscheint das “Menü” des Raumes. Drei Symbole links, drei in der Mitte und drei rechts. In den Apps sind manche Funktionen hinter den dort rechts befindlichen 3 Menü-Tüpfelchen versteckt, unter “Weiter” noch mehr.

  • Fangen wir in der Mitte an:
    undefined
    • Der rote Hörer legt auf, Ihr seid aus dem Raum raus.
    • Links daneben ist der Mikrophon-Schalter, zum Reden darf das Mikrophon nicht durchgestrichen sein. Wenn durchgestrichen, einmal klicken. Bei grösseren Gruppen ist es besser, das Mikrophone ausgeschaltet zu lassen und nur mit der PC-Leertaste temporär einzuschalten, wenn man selbst sprechen möchte (push-to-talk). Dies verhindert ungewollte Störgeräusche. Bei kleinen Gruppen kann man das Mikrophon offen lassen, solange keine Hintergrundgeräusche vorhanden sind.
    • Rechts daneben ist der Button für das Ein- und Ausschalten der Kamera. Diese einschalten und laufen lassen. Ausser es gibt Probleme mit der Bandbreite, dann lieber Qualität reduzieren (s. 5. Abschnitt) oder ausschalten und nur beim Sprechen, zusammen mit dem Mic, einschalten.
  • Jetzt schauen wir die drei linken Knöpfe an:
    • Der äusserste linke Button (Symbol Bildschirm) erlaubt es, seine Anzeige zu teilen (nicht bei den Apps!). Nach dem Klicken kommt ein Popup und dort gibt es drei Optionen: entweder den ganzen Bildschirm (linker Tab), ein beliebiges offenes Programm (mittlerer Tab) oder einen Tab aus Deinem aktiven Browser (rechter Tab). Damit kannst Du die Anzeige jeglichen offenen Browser-Tabs mit allen teilen.
    • Der zweite Button (die Hand) hilft, um das Wort ergreifen zu können. Es ist wie das Handaufstrecken in der Schule und wird in Deinem Video-Fenster für andere sichtbar angezeigt.
    • Der dritte Button von links (soll eine Sprechblase sein) ist ganz wichtig. Bei den Apps kann man dort seinen Namen eingeben. Neben der Videotelephonie kann man auch chatten. Draufklicken und das Chat-Fester geht auf. Wenn dies zu ist, erscheint ein blauer Punkt neben der Sprechblase, falls eine ungelesene Nachricht im Chat steht. Chat öffnen und lesen.
  • Zuletzt die rechten drei Knöpfe:
    • Das Symbol mit den vier kleinen Quadraten ist ein Ansichtswechsel. Bei den Apps ist dies hinter dem 3-Punktemenü und “Mehr …” versteckt. Normal sind alle Teilnehmenden rechts aufgereiht und der gerade sprechende erscheint gross in der Mitte. Drückt man auf die vier Quadrate, werden alle Teilnehmenden in gleicher Grösse neben und übereinander dargestellt. Wer redet, hat einen blauen Rahmen um sein Video. Welche Ansicht Ihr verwendet, ist Eurem Geschmack überlassen.
    • Das Symbol mit dem (i) enthält Informationen zum Raum, z.B. zum kopieren und weitersenden. Der Link ist identisch mit der URL, die oben im Browser angezeigt wird.
    • Das Symbol ganz rechts (drei Punkte) wird im nächsten Abschnitt erklärt.
  1. Das Symbol mit den drei Punkten ganz rechts ist das Menü
    undefined
  • Klickt man darauf, dann erscheint:

undefined oder (je nach Sprache) undefined

Bei den Apps sind einige (auch wichtige!) Punkte des Menüs hinter “Mehr … ” versteckt.

  1. Button: Dort steht Euer Name, wenn Ihr drauf klickt, könnt Ihr diesen eingeben bzw. ändern.
  2. Button: Einstellen, ob man einfache oder HD-Qualität im Video will. HD sieht besser aus, braucht aber mehr Bandbreite.
  3. Button: Das Meeting auf Vollbild schalten, mit ESC kommt man wieder zurück.
  4. Button: Einen Live-Stream starten, nur für Profis
  5. Button: Die Sitzung aufnehmen – das tun wir nicht, ist streng verboten (Daten- und Persönlichkeitsschutz)!
  6. Button: Ein YouTube Video teilen. YouTube hat dies manchmal de-aktiviert, um Bandbreite einzusparen.
  7. Button: Hier kann man seinen Hintergrund unscharf stellen, allerdings wird das Bild dann ruckeliger.
  8. Button: Das sind Einstellungen zu (ein Tab weiter pro Zeile)
    – Mikrophon, Lautsprecher, Kamera (Auswahl)
    – Eurem Profil mit Namen
    – Kalenderintegration (meist nicht wichtig)
    – Unter “More / Mehr” weitere Einstellungen für Moderatoren
    – Dort kann aber auch die Sprache umgestellt werden!
  9. Die letzten Buttons sind selbsterklärend und werden normal nicht benötigt.

Ich hoffe, ich konnte allgemein verständich die Funktionen erklären, beim Betrieb ist es viel einfacher und intuitiver als hier in der Beschreibung.
Und hier noch Fragen und Antworten von Jitsi.org (in Englisch).

Viel Spass beim virtuellen Treffen, sei es für Besprechungen, Käfele, Spiele etc. Man kann für sich privat auch einfach einen Raum einrichten, indem man statt der xxxxxxxx in der URL (s. 1. Abschnitt) seinen eigenen Raumnamen eingibt.

Beste Grüsse
Peter

Distance Learning getestet – funktioniert!

Nachdem bis Ende des Frühlingssemesters coronabedingt kein Präsenzunterricht an der HSLU stattfindet, haben wir heute, am 19. März 2020 eine lange geplante Übung mit einem Online-Tool auch online erklärt und betreut. Wir haben dabei das Assessment-Tool “360inControl” der Firma CISS eingesetzt, die uns dies kostenlos für Lehrzwecke zur Verfügung stellt. Die Erklärungen, Einführung in das Tool und die Betreuung während dem “Begleitetem Selbststudium” wurden mit dem Conferencing-Tool WebEx durchgeführt.

Die Begleitung seitens CISS übernahmen souverän Andreas von Grebmer und Heike Klaus.

Die Aufgabenstellung (diverse Findings bei einem Audit bzgl. IT-Grundschutz) war vorher auf der Lernplattform Ilias bereitgestellt worden. In 360inControl wurden die passenden Kategorien gewählt, so dass 34 “Controls” (also Checks) zur Bearbeitung bereit standen.

Die Studierenden mussten diese Controls durchgehen und bewerten, welche von diesen durch ein Finding verletzt wurden. Dies muss in 360inControl dokumentiert werden. Am Schluss wird ein Audit-Report erzeugt, der von den Studierenden auf Ilias eingereicht wird und dem Nachweis der sorgfältigen Bearbeitung dient.

Hier ein Screenshot: links die Controls, rechts die Erklärung zur Konfiguration.

Wir bedanken uns bei der Firma CISS für die unentgeltliche und professionelle Unterstützung, unsere Studierenden mit state-of-the-art Tools vertraut zu machen.

Der 3. Weltkrieg …

Bei der Erklärung, was “Cyber War” ist, erkläre ich meinen Studierenden, dass der 3. Weltkrieg ein Cyber War sein wird. Mit Malware (z.B. einem Virus) werden die sog. Kritischen Infrastrukturen (z.B. Strom, Wasser, Verkehr, Spitäler, Verwaltung) lahmgelegt. Die Versorgung mit dem Allernotwendigsten ist nicht mehr gewährleistet. Läden werden geplündert, aus Hunger kommt es zum Bürgerkrieg. Kein Schuss vom Feind – nein, wir bringen uns gegenseitig um.

Was wir seit ein paar Tagen sehen, ähnelt langsam den oben geschilderten Phänomenen. Ich habe aber einen fatalen Denkfehler gemacht bei meiner These oben: ich habe an Computerviren gedacht, nicht an organische. Sorry, mein Fehler!

Schützt Euch unbedingt, aber keine Panik! Informiert Euch bei seriösen Quellen (Bundesrat etc.) und verzichtet auf die Schmierpresse, die diese Pandemie rücksichtslos zu Geld machen möchte.

Vorsicht: Gefährliche E-Mails

Seit Freitagmittag (13. März 2020) versuchen Cyberkriminelle die Verunsicherung der Bevölkerung aufgrund der Situation um das Coronavirus auszunutzen. Anhand von E-Mails mit gefälschtem Absender des BAG versuchen sie, Malware zu verbreiten. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI warnt die Bevölkerung. Diese E-Mails sind umgehend zu löschen.

Seien Sie vorsichtig im Umgang mit E-Mails:

–          Auch bei vermeintlich bekannten Absendern Anhänge nicht gleich öffnen und auf Links nicht sofort klicken. Im Zweifel beim angeblichen Absender auf anderem Kanal (z.B. Telefon) E-Mail und Anhänge verifizieren.

–          Falls Sie versehentlich eine solche E-Mail geöffnet haben sollten, schalten Sie umgehend Ihren Computer aus. Setzen Sie wenn möglich den Computer neu auf oder kontaktieren Sie dazu zur Unterstützung Ihr Fachgeschäft. Wechseln Sie anschliessend umgehend Ihre Passwörter.

Weitere Informationen.

Hochschule Luzern – Informatik
Lucerne School of Information Technology

Postadresse:
Suurstoffi 1, CH-6343 Rotkreuz
T +41 41 757 68 11
www.hslu.ch/informatik

Microsoft Calling …

Kriminelle geben sich aktuell am Telefon als Mitarbeiter von Microsoft aus und wollen angeblich den Computer ihrer Opfer nach dem Support-Ende von Windows 7 (14. Januar 2020) vor Schäden schützen oder beim Umstieg auf ein neueres Windows helfen. Tatsächlich drängen die Betrüger ihre Opfer dazu, eine Fernwartungs-Software zu installieren, wonach die Betrüger vollen Systemzugriff haben.

Gegenmassnahmen:

·         Unerwartete Anrufe sofort beenden – Microsoft ruft nach eigenen Angaben niemals unaufgefordert Kunden an.

·         Bei Unsicherheit über offizielle, bekannte Kanäle (offizielle Telefonnummern, E-Mail Adresse, Internetadresse) Hilfe z.B. bei Microsoft oder PC-Support-Dienstleister anfordern.

·         Betroffene Produkte (z.B. Windows 7) möglichst schnell ersetzen, falls noch verwendet.

Quelle: http://www.ebas.ch

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug

Für alle Interessierten und bisher Unwissenden 😉
Ein kleiner Einblick in das “ESAF 2019” vom 23.-25. August in Zug.

Hinter den Links stecken viele interessante Videos. Alle Links sind virenfrei.

Schwingen [Wikipedia] oder auch “Hosenlupf” ist der traditionelle Schweizer Nationalsport, in der Tradition wichtiger als Fussball oder Eishockey. Weitere Nationalsportarten sind Hornussen [Wiki] und Steine werfen [Wiki].


Die Geschichte des Schwingens [Instagramm] reicht mindestens bis zum Beginn der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1291 zurück und ist urkundlich belegt.

Image result for schwingfest 1964 aarau
[sportalbum.ch]

Trivia: weil es ein Ur-Schweizer Sport ist, wird natürlich traditionell Schwyzertüütsch gesprochen und nicht übersetzt. Ebenfals speziell ist, dass immer zuerst der Nachname “Geschlecht” und erst dann der Vorname genannt wird.

Ein Eindruck durch die “Schweizer Film Wochenschau” von einem 55 Jahre alten Schwingfest 1964 in Aarau [Swiss Archives]. Achtung: Gleich auf das Video klicken, damti der Ton kommt.



Vom 23.-25. August 2019 findet nun das alle drei Jahre an wechselnden Orten stattfindende “ESAF” zum dritten Mal in dessen Geschichte in der Stadt Zug, Hauptort des gleichnamigen Schweizer Kantons, statt. Auf der ESAF-Zug-Website findet man alle Informationen zum Anlass.

Image result for eidgenössisches schwingfest 2019
[esafzug.ch]

Hier nun ein paar Eindrücke vom diesjährigen Schwing- und Älplerfest in Zug:
– Der Einmarsch [Luzerner Zeitung, Live Ticker] der Regionalverbände, hier des gastgebenden Innerschweizer Schwingverbandes.
– Die Eröffnung durch Singen der Schweizer Nationalhymne [Luzerner Zeitung] “Schwyzerpsalm” [Wiki]. Psalm deswegen, weil die Hymne auf einem Gebet basiert. Sehr getragen und gewaltig, wenn über 50’000 Zuschauer mitsingen.
– Die Zusammenfassung [SRF Fernsehen] des Schlussgangs, dem Finale.

Zuletzt die Hymne des ESAF Zug [Büetzebuebe], erstmals eine gemeinsame Hymne, gesungen von den Schweiz Mundart-Rockern Gölä und Trauffer.

Quellen: Sind direkt aus den Links ersichtlich, vielen Dank den Urhebern!